I. Kernkompetenzen der Food-Fotografie: Licht, Bildaufbau, Details
Es braucht kein High-End-Equipment – entscheidend sind Licht, Komposition und Detailarbeit. Richtig eingesetzt liefert auch das Smartphone Profi-Ergebnisse.
1. Licht – der wichtigste Faktor für Bildqualität
Gutes Licht verleiht Leben, schlechtes Licht nimmt es.
- Natürliche Lichtquelle bevorzugen: Nähe zum Fenster, weiches Licht zwischen 9–11 Uhr und 15–17 Uhr nutzen. Gericht schräg vor der Lichtquelle platzieren, um Schatten und Tiefe zu erzeugen. Bei Bedarf weiße Gardine vorhängen.
- Direkte Top-Beleuchtung vermeiden: Sie erzeugt harte Schatten, lässt Speisen trocken wirken – besonders ungeeignet für Suppen oder Backwaren.
- Reflexion nutzen: Weiße Kartons, Foamboard oder Alufolie auf der Schattenseite platzieren, um dunkle Bereiche aufzuhellen.
2. Komposition – Blickführung zum Highlight
Gute Komposition lenkt das Auge und verhindert Unordnung.
- Zentralperspektive: Perfekt für Einzelstücke (Kuchen, Burger), kombiniert mit ruhigem Hintergrund.
II. Layout-Regeln für Food-Content: Optik trifft Lesefluss
Gute Fotos brauchen ein Layout, das ihre Wirkung trägt. Strukturierte Gestaltung verbessert die User Experience.
1. Farbkonzept – Harmonie mit Appetitfaktor
Farbe ist die erste visuelle Sprache.
- Haupt-, Sekundär- und Akzentfarbe: Hauptfarbe vom Gericht (Rot für Hotpot, Gelb für Curry, Grün für Salat), 1–2 Sekundärfarben (Weiß, Beige, helles Holz), dazu kleine Akzentfarbe (z. B. Kräutergrün). Empfohlenes Verhältnis: 7:2:1.
- Fallen vermeiden: Keine großflächigen Signalfarb-Kombos wie Rot-Grün; möglichst helle Hintergründe (Weiß, Beige, Hellgrau), um Food-Farben zu betonen.
2. Verhältnis von Bild und Text – leicht konsumierbar
Die richtige Balance hält Leser bei Laune.
- Einzelbild-Layout: Bildbreite 80–100 %, Text flankiert oder darunter, Absätze maximal 3–4 Zeilen, Zeilenabstand 1,5-fache Schriftgröße.
- Mehrbild-Layout: 2–3 Bilder parallel (ähnliche Formate) oder versetzt (verschiedene Größen); ab 4 Bildern Grid verwenden. Zwischenräume mindestens 10 px.
III. Tool-Empfehlungen – unkompliziert starten
1. Aufnahme
- Smartphones: iPhone 14+, Huawei Mate 60 Pro, Xiaomi 14 mit Food-Modus. Stativ (z. B. DJI OM 5) verhindert Verwacklungen.
- Zubehör: Mini-Softbox (<100 €), DIY-Reflektor (Pappe), Makro-Aufsatzlinsen für Nahaufnahmen.
2. Bearbeitung & Layout
- Bearbeitung: Snapseed (kostenlos, Licht & Farbe), VSCO (Filter für Vintage/Clean), Xingtu (starke Detailbearbeitung).
- Layout: Canva (Templates, ideal für Rezeptkarten/Poster), Butter Camera (schöne Schrift, viele Food-Sticker), Xiumi (WeChat-Layout-Profi für lange Artikel).
IV. FAQ
F1: Reicht das Smartphone für gute Food-Fotos?
Ja. Food-Modus plus Clip-on-Linsen genügen. Entscheidend sind Licht, Aufbau, Details und ein wenig Nachbearbeitung.
F2: Dunkle Speisen wirken trist – was tun?
Heller Hintergrund (weiße Teller, beiger Tisch), Seitenlicht zur Strukturbetonung, in der Nachbearbeitung Helligkeit anheben, Schatten reduzieren, Schwarztöne leicht zurücknehmen.
F3: Wie kombiniere ich Text und Bild harmonisch?
Textfarbe im Kontrast zur Hintergrundfarbe (z. B. dunkle Schrift auf hellem Grund), klare Sans-Serif-Schriften (Source Han Sans, Microsoft Yahei), Text nicht über Hauptmotive legen.
F4: Dampf bei Suppen/Hotpot beschlägt die Linse – Tipps?
Linse vorwärmen (Hand daraufhalten), schnell fotografieren, Dampf nicht direkt zur Linse aufsteigen lassen, anschließend Linse trocken wischen.
F5: Wie erzähle ich mit Food-Fotos eine Geschichte?
V. Fazit und Call-to-Action
Food-Fotografie und Layout sind iterative Prozesse: Beobachten – üben – anpassen. Starte mit einem einfachen Gericht, nutze Tageslicht, setze auf zentrale Komposition, erstelle anschließend eine strukturierte Rezeptkarte. Mit Übung gelingen dir verführerische Fotos und professionelle Layouts. Welches Food-Foto macht dich zuletzt stolz? Teile es in den Kommentaren! Hol dir unser „Food-Fotografie & Layout Template Pack“ für effizientere Workflows.
